Was muss eine moderne Schulwebsite können?
Eine Schulwebsite ist oft der erste Kontakt, den Menschen mit einer Schule haben. Eltern informieren sich über die Anmeldung, Schülerinnen und Schüler suchen Termine oder Formulare, Lehrkräfte brauchen aktuelle Informationen und Bewerberinnen und Bewerber möchten wissen, wer hinter der Schule steckt.
Entsprechend viel muss eine moderne Schulwebsite leisten. Sie soll informieren, Orientierung geben und die Schule nach außen zeigen – und gleichzeitig im Alltag möglichst wenig zusätzliche Arbeit machen.
Wer eine Homepage für eine Schule erstellen möchte, sollte deshalb nicht nur über Farben, Bilder und ein schönes Design nachdenken. Entscheidend ist vor allem, was die Website können und leisten soll.
Die Schulwebsite als digitale Anlaufstelle
Eine gute Schulhomepage ist kein digitales Schwarzes Brett, auf dem einfach alles landet, was gerade wichtig ist. Sie ist eine zentrale Anlaufstelle für ganz unterschiedliche Menschen mit ganz unterschiedlichen Fragen.
Wo finde ich den nächsten Ferientermin?
Wie kann ich mein Kind krankmelden?
Welche Schwerpunkte hat die Schule?
Wann findet der Elternabend statt?
Wie kann ich mich auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben?
Je einfacher solche Fragen beantwortet werden, desto besser funktioniert die Website.
Das beginnt mit einer klaren Struktur. Wichtige Informationen sollten schnell auffindbar sein und nicht erst nach mehreren Klicks zum Vorschein kommen. Gleichzeitig braucht eine Schulwebsite genug Raum für Inhalte, die die Schule ausmachen: Projekte, Veranstaltungen, Schwerpunkte, Menschen und Geschichten aus dem Schulalltag.
Eine gute Website muss also beides können: Orientierung geben und einen Eindruck von der Schule vermitteln.
Eine gute Struktur macht den Unterschied
Bei einer neuen Schulwebsite ist die Versuchung groß, zunächst über die Gestaltung nachzudenken. Welche Farben sollen verwendet werden? Wie sieht die Startseite aus? Welches Bild kommt in den Kopfbereich?
Wichtiger ist zunächst eine andere Frage: Wie sollen sich Besucherinnen und Besucher auf der Website zurechtfinden?
Eine sinnvolle Navigation hilft dabei, Inhalte zu ordnen und Wege zu verkürzen. Dabei sollte die Struktur aus Sicht der Nutzer gedacht werden und nicht aus Sicht der internen Organisation.
Nicht alles, was für die Schule wichtig ist, muss deshalb automatisch einen prominenten Platz im Hauptmenü bekommen.
Für die Struktur einer Schulwebsite können zum Beispiel folgende Bereiche sinnvoll sein:
- Schule und Schulprofil
- Unterricht und Angebote
- Informationen für Eltern
- Schülerinnen und Schüler
- Termine und Veranstaltungen
- Aktuelles
- Service, Formulare und Downloads
- Kontakt und Ansprechpartner
Welche Bereiche tatsächlich gebraucht werden, hängt von der jeweiligen Schule ab. Eine Grundschule hat andere Anforderungen als ein Gymnasium oder eine berufliche Schule.
Inhalte sollten dort stehen, wo man sie erwartet
Eine moderne Schulwebsite muss nicht möglichst viele Inhalte haben. Sie muss die richtigen Inhalte an der richtigen Stelle haben.
Dazu gehören natürlich grundlegende Informationen zur Schule. Gleichzeitig gibt es viele Inhalte, die im Schulalltag immer wieder gebraucht werden: Termine, Speisepläne, Vertretungsinformationen, Formulare, Hinweise zu Veranstaltungen oder Informationen zur Anmeldung.
Gerade bei solchen Inhalten zeigt sich, ob eine Website gut durchdacht ist.
Wenn ein Formular jedes Jahr an einer anderen Stelle gesucht werden muss oder wichtige Informationen zwischen alten Nachrichten verschwinden, hilft auch das schönste Design wenig.
Deshalb lohnt es sich, bereits bei der Planung zu überlegen:
Welche Informationen werden häufig gesucht? Welche ändern sich regelmäßig? Und welche müssen besonders schnell erreichbar sein?
Auf dem Smartphone muss die Schulhomepage genauso gut funktionieren
Die Zeiten, in denen eine Website hauptsächlich am Schreibtisch auf einem großen Bildschirm besucht wurde, sind vorbei. Auch eine Schulwebsite wird häufig unterwegs auf dem Smartphone aufgerufen.
Das betrifft gerade Informationen, bei denen es schnell gehen soll: Kontaktdaten, Termine, Anfahrtsinformationen, Krankmeldungen oder aktuelle Hinweise.
Eine mobile Schulwebsite sollte deshalb nicht nur technisch auf kleinere Bildschirme reagieren. Navigation und Inhalte müssen auch auf dem Smartphone verständlich und einfach bedienbar sein.
Dabei hilft eine klare Priorisierung: Was wird unterwegs besonders häufig gebraucht? Was kann weiter unten stehen? Welche Funktionen sollten direkt erreichbar sein?
Eine gute mobile Website ist letztlich eine Website, die sich dem Alltag ihrer Nutzer anpasst – und nicht umgekehrt.
Eine Schulwebsite sollte Arbeit sparen, nicht machen
Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte – und gleichzeitig einer, der bei der Planung gerne zu spät kommt.
Denn eine Website ist nicht fertig, wenn sie online geht. Danach beginnt die eigentliche Arbeit: Termine werden aktualisiert, neue Meldungen veröffentlicht, Dokumente ausgetauscht, Bilder ergänzt und Informationen angepasst.
Gerade Schulen haben dafür selten unbegrenzt Zeit.
Deshalb sollte die Pflege einer Schulwebsite möglichst einfach funktionieren. Inhalte sollten ohne unnötige technische Hürden aktualisiert werden können und typische Aufgaben des Schulalltags möglichst unkompliziert abbilden.
Auch die Zuständigkeiten spielen eine Rolle. Wenn mehrere Personen Inhalte pflegen, sollte klar sein, wer was bearbeiten kann und wo welche Informationen zu finden sind.
Eine gute Schulwebsite macht im besten Fall nicht mehr Arbeit, sondern nimmt welche ab.
Datenschutz und Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken
Eine Schulwebsite bringt besondere Anforderungen mit sich. Schließlich werden hier unter Umständen personenbezogene Daten verarbeitet, Fotos von Schülerinnen und Schülern veröffentlicht oder externe Dienste eingebunden.
Datenschutz sollte deshalb nicht erst kurz vor dem Start der Website auf der Checkliste auftauchen. Er gehört bereits in die Planung.
Ähnlich verhält es sich mit der Barrierefreiheit. Eine Website sollte möglichst vielen Menschen zugänglich sein. Dazu gehören unter anderem eine verständliche Struktur, ausreichende Kontraste, gut lesbare Inhalte und eine Bedienung, die nicht ausschließlich mit der Maus funktioniert.
Auch Bilder, PDFs und Videos sollten bei der Konzeption berücksichtigt werden.
Wer eine neue Schulhomepage erstellt, kann solche Anforderungen von Anfang an einplanen. Das ist meist sinnvoller, als eine fertige Website später mühsam nachzubessern.
Eine Schulwebsite sollte nach Schule aussehen
Bei aller Funktionalität darf eines nicht verloren gehen: die Schule selbst.
Jede Schule hat ihre eigene Geschichte, ihre Schwerpunkte und ihren Charakter. Eine gute Schulwebsite sollte das widerspiegeln. Dafür braucht es nicht zwangsläufig spektakuläres Webdesign. Oft sind es authentische Fotos, eine passende Farbwelt, ein klares Erscheinungsbild und gute Texte, die den Unterschied machen. So entsteht eine Website, die nicht wie eine austauschbare Vorlage wirkt, sondern tatsächlich zur Schule passt.
Und was braucht eine moderne Schulwebsite nun wirklich?
Die Antwort lässt sich nicht auf eine einzige Checkliste reduzieren. Was eine gute Schulwebsite können muss, hängt immer auch von der jeweiligen Schule ab.
Ein paar Grundlagen gelten aber fast immer:
Eine moderne Schulwebsite sollte
- übersichtlich und logisch strukturiert sein,
- wichtige Informationen schnell zugänglich machen,
- unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigen,
- auf Smartphone und Tablet gut funktionieren,
- einfach zu pflegen sein,
- Datenschutz und Barrierefreiheit berücksichtigen,
- die Identität der Schule vermitteln und
- langfristig anpassbar bleiben.
Wer eine Homepage für eine Schule erstellen möchte, sollte deshalb nicht bei der Startseite beginnen. Der bessere Ausgangspunkt sind die Menschen, die sie später nutzen – und die Menschen, die sie im Alltag pflegen.
